+++ Bam Bam und Claudia online - die Traumhochzeit auf Bild gebannt! +++ +++ Der 2. Platz am Schleizer Dreieck!!! +++

Wer ist online

Wir haben 1 Gast online

Latest News

Motorsport-Total.com
MOTORRAD auf Motorsport-Total.com: MotoGP, Ergebnisse, Superbike, Yamaha, Valentino Rossi
Chronik Spike-Racing
Hallo, liebe Motorradfreunde!

Es mag natürlich Menschen geben, die zu ihren Eltern sagen, dass sie gerne Motorradfahren wollen. Der Papa sagt dann vielleicht: Ist doch kein Problem, mein Sohn! Nun, ich denke, dass diese Variante eher die seltene bleiben wird. In den meisten Fällen funktioniert dieses System nur mit der Unterstützung von ganz besonderen Personen. Doch auch das alleine macht noch nicht der Motorradrennsport aus. Ich möchte hier einen Appell an alle richten, die Ähnliches im Sinn führen: Der eiserne Wille und nichts als der eiserne Wille, so etwas durchzuziehen wird entscheiden, ob es gelingt oder nicht. Denkt daran, irgendwie oder besser irgendwann schafft es jeder.

Hier möchte ich erzählen, wie ich auf den Gedanken gekommen bin, Motorsport zu betreiben. Also, im Jahre 1992 arbeitete ich noch in meinem erlernten Beruf als Zimmerer. Dadurch war ich arbeitsmäßig 90% des Jahres in Wien. Es ließ sich also fast nicht vermeiden, dass wir ständig an Motorradhändlern vorbeifuhren. Da ich natürlich seit Jahren die Superbike-WM vorm Fernseher mitverfolgte habe, war die Grundvoraussetzung, dass ich mich für ein Gsx-R entschieden habe, klar. Denn immerhin war ja Kevin Schwantz nicht der uneingeschränkte Spezialist für spektakuläre Läufe, sondern er war doch der Fahrer, der genau wusste, wie man eine Suzuki richtig ins Eck zwingt. Wenn man an diese Zeit zurückdenkt, dann sieht man ihn förmlich vor den Augen seine Runden drehen und seinen Körper durch die Luft fliegen. Die Suzuki war einfach unberechenbar, obwohl sie keiner so beherrschte wie er. Da man vom Zusehen allein nicht glücklich wird, fiel meine Entscheidung auf eine Suzuki. Aber woher nehmen und nicht stehlen, wie man so sagt?

Da das Geld für eine neue nicht reichte, musste eine gebrauchte her. Das einzige Gerät, welches ich in der Umgebung von mir Zuhause, also dem Raum Scheibbs und den umliegenden Orten finden konnte, war eine Suzuki Gsx-R 750 Baujahr 1989. Für jene die sich nicht mehr daran erinnern können: Doppelschleifenrahmen super verwindungssteif, zwischen 95 und 101 PS, hinten 150er - Bereifung, SACS - Kühlung - also Suzuki Advanced Cooling System, aber auch ein mörderischen Sound serienmäßig. Gefunden - gekauft.

Mit dieser Gsx-R fuhr ich etwa 23.000 km, bevor ich in einer Auslage in Wien eine auf 115 PS getrimmte Gsx-R 750, Baujahr 1993 sah. Damit war eines klar: 89er verkaufen und her mit der rot - weißen Suzuki. War für mich ein Meilenstein. Immerhin hatte sie um 15 kg weniger und ließ sich gleich noch mal so gut umlegen wie das Vorgängermodell. Da natürlich meine Fahrkünste noch in Kinderschuhen steckten, sollte es nicht allzu lange dauern, bis mich dieses Gerät abwarf. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, doch wer macht das schon? Aber dass sie nur 27 Tage in neuwertigem Zustand blieb, hat mich doch etwas überrascht.

Nach 4 Tagen Spital, und einer ziemlich starken Gehirnerschütterung, stellte ich fest, dass diese Gsx-R mit Polierpaste nicht mehr zu retten war. Damit war die Saison 1995 erledigt. Es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen. Ich versuchte festzustellen, wieviel wirklich kaputt war. Da der Motor in Ordnung war, und ich auch noch jede Menge Kleinteile verwenden konnte, kam ich zum Entschluss, doch das gleiche Modell nochmal zu kaufen. Natürlich war eine rot - weiße in Österreich nicht mehr erhältlich. Deswegen wurden keine Mühen gescheut, und eine gleiche 93er aus Deutschland gekauft. Nach mehrmaliger Rücksprache mit der niederösterreichischen Landesregierung, wegen der mir anfallenden Kosten bei der Einfuhr, schnappte ich mir einen Firmenbus von meinem Freund Wolfgang Haselmaier und holte das begehrte Gerät von Kassel. Trotz der Rücksprache mit dem Land war es ein ziemlicher Reinfall. Das Land verschwieg mir die Abgaben ans Finanzamt, weswegen ich die ersparten 1500 Schilling in den Wind schreiben konnte. Immerhin ließ ich noch 35000 Schilling beim Finanzer. Dafür hätte ich in Österreich eine 95er bekommen.

Saison 1996: Jetzt war sie wie vergoldet, hatte 2 Garnituren Felgen und trotzdem jede Menge Spaß. Denn der Motor aus Deutschland hatte nur 98 PS. So tauschte ich den Motor, mit demjenigen von der 93er Unfallmaschine aus.

Es kam das Jahr 1997. Alles lief prächtig, bis mich ein böser Defekt auf den Boden der Realität zurück-, oder besser runterholte. (Das Ganze war auf der wunderschönen Strecke durchs Tal von Gusswerk nach Wildalpen) Durch einen Bruch der vorderen Bremse knallte ich gegen den Telefonmasten und die Suzi 10 Meter ins Tal. Hatte diesmal Superglück. Kein Spital, keine Gehirnprellung, aber brauchte dafür eine Seilwinde zum Bergen. Die Teile der rot - weißen Suzuki wurden 1998 zurückgegeben und die 97er Version der Gsx-R 750 gekauft.

Wieder war eine neue Ära angebrochen. Wahnsinns-Handling das Teil. Damit war für mich eines klar: Nachdem ich schon einiges erlebt hatte, und SR, also die Schutzreaktion, die den Motorradfahrer zum Sturz zwingt, etwas besser im Griff hatte, entschied ich mich, endlich mal ein paar Runden am Ring zu drehen. Jetzt hatte sich ein Feuer in mir entfacht. Nun ging es Schlag auf Schlag: Ein Ringtermin folgte auf den anderen. Die meistbesuchten Strecken waren Brünn in der Tschechei und Pannonien in Ungarn. Einmal wurde auch am A1-Ring in Spielberg gefahren. Die 97er lag derweilen zwei Mal. Aber nur kleine Ausrutscher, ohne große Folgen. Im Lauf der Saison 2001 reimte sich alles im Kopf zusammen.

Um konkurrenzfähig zu sein, musste eine neue her. Dass die Suzuki Gsx-R 750 mittlerweile zur Supersportlerin wurde, stellte ich dann 2002 fest. Denn sie läuft und läuft und läuft wie auch jetzt noch. Durch die technische Hilfe von Robert Auer, welcher bei der Firma Suzuki Zellhofer Motorradmechaniker ist, sprudeln aus der Gixxer am Prüfstand über 140 PS. Mit einem Leergewicht von 170 kg ist sie ja nicht einmal schwerfällig. Ein Traummotorrad bei dem ich in den Wintermonaten noch einiges an Euros in das Fahrwerk investierte. Mit dieser Suzuki Gsx-R 750 habe ich in der Saison 2003 die internationale Pezibär - Challenge bestritten.

Ein kleiner Traum wurde Wirklichkeit.

EINMAL SO WIE KEVIN SCHWANTZ!!!

Abgeschlossen wurde diese Challenge von mir am hervorragenden 5 Gesamtplatz von 31 Startern.

Auf Grund von diesem tollen Ergebnis wollte ich auch 2004 diesen Cup bestreiten. Beim ersten Training in Ungarn am Pannoniaring kam ich bei Tempo 180 zu Sturz, welcher sehr böse aussah, und meine Susi schwer in Mitleidenschaft nahm.

Auf Grund dieser unerwarteten Kosten war das Projekt Cup 2004 beendet.

Nach der Reparatur wurde schon wieder am Ring gefahren, auch Rennen waren dabei, doch kein gesamter Cup mehr.

Fotos zu den verschiedenen Ringveranstaltungen findet ihr unter Spike – Racing.

Meine Suzuki Gsx-R 750 K1 hat heute(2008) einen Kilometerstand von ca. 55.000 erreicht, und trotzdem läuft sie wie ein Uhrwerk, sowohl am Ring, als auch auf der Straße. 2008 spulte ich damit 6200km in den wunderschönen Bergen der Pyräneen ab.

Näheres dazu könnt ihr in der Rubrik MRC HOSUKA nachlesen und ansehen.

Seit dem Jahr 2002 bin ich mit meiner K1 unterwegs. Irgendwo denkt man da schon wieder an eine bessere, eine neuere, eine aktuellere Susi. Ich spielte mit dem Gedanken eine zweite Susi zu besorgen. Besonders gut gefiel mir die Yoshimura Spezial Edition vom Johann Erndl. Er hatte sich ja zum 60er eine GsxR 750 K7 gegönnt. Im Herbst 2008 sprach der Hans von einem Wechsel des Motorrades, weil für ihn eine aufrechte Sitzposition viel besser wäre. Nach einigen Gesprächen war es dann im März 09 soweit, und der Hans verkaufte mir seine Gsx-R K7. Wenn auch unter kleinen Tränen, denn sie war ihm schon etwas ans Herz gewachsen. Das Handling der K7 ist einfach ein Wahnsinn, und fährt sich wie auf Schienen. Einfach ein tolles Gefährt.

Die ersten Eindrücke mit der K7 vom Sachsenring 08 waren noch in Erinnerung, als ich in Brünn und am Hungaroring dieses Jahres unterwegs war. Aber erst jetzt zeigte sich das volle Potential der Suzuki. Und wieder beginnt eine neue Ära. Habe bereits wieder einiges an Kohle investiert in die K7. So habe ich vorne eine Gabel von einer 1000er K8 mit Öhlins Ausbaustufe 4, hinten ein Öhlinsbein vom Schmid Hermann, Öhlins Lenkungsdämpfer, Rahmen, und Motordeckelschoner aus Carbon von Akrapovic, Armaturenträger aus Carbon, Ram Air Kanäle aus Carbon, DID 520er Kette mit kurzer Übersetzung, zweite Garnitur Felgen mit Braking Wave Scheiben vorne und hinten, usw.

Die nächsten Jahre werden richtig Spaß machen!!!

 
This is a test